Waffenbrüder

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Waffenbrüder
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Episodennummer: 4
Produktionsnummer: TNT MovW4
Deutscher Titel: Waffenbrüder
Englischer Titel: A Call to Arms
Erstausstrahlung in Deutschland: 15. November 1999
Erstausstrahlung in den USA: 3. Januar 1999
Drehbuch: Joseph Michael Straczynski
Regie: Mike Vejar
Musik: Evan H. Chen
Darsteller:
Bruce Boxleitner (John Sheridan)
Jerry Doyle (Michael Garibaldi)
Jeff Conaway (Zack Allan)
Carrie Dobro (Dureena Nafeel)
Peter Woodward (Galen)
Tony Todd (Leonard Anderson)
Tracy Scoggins (Elizabeth Lochley)
Tony Maggio (Drake)

Waffenbrüder, englisch A Call to Arms, ist der vierte Fernsehfilm zur Serie Babylon 5. Er fungiert gleichzeig auch als Überleitung zur Spinoff-Serie Crusade. Die Handlung legt mit der Infizierung der Erdbevölkerung durch das Drakh-Virus im Jahr 2266 den Grundstein für deren Handlung.

Handlung

Während auf der Erde die Vorbereitungen für den fünften Jahrestag zur Gründung der Interstellaren Allianz laufen, nähert sich der Bau zweier neuer Raumkreuzer, die in einem geheim gehaltenen Sektor nahe des Sonnensystems im Raumdock liegen, der Vollendung. Beide Kreuzer bestehen sowohl aus irdischer, minbarischer und vorlonischer Technik - etwas, dass bisher noch nie versucht wurde. Dementsprechend gespannt sind John Sheridan und Michael Garibaldi, der als Präsident von Edgars Industries wesentliche Komponenten für die neuen Kreuzer liefert, wie sich diese beiden neuen Kreuzer im Einsatz bewähren werden.

Noch ist diese Schiffsklasse streng geheim, um die Mitgliedwelten der Interstellaren Allianz nicht vorzeitig in eine nervöse Stimmung zu versetzen. Das ist einer der Gründe, weswegen Delenn als Sheridans Frau und Vizepräsidentin der Allianz alle Aufmerksamkeit zur Feier des 5. Jahrestages bewusst auf sich zieht.

An Bord von einem der beiden Prototypen der neuen Schiffsgeneration, der Excalibur, trifft eine Nachricht von Delenn ein, die Sheridan im Konferenzraum entgegennehmen will. Doch statt Delenn sieht er nur eine sehr schnelle Abfolge von Bildern, die keinen Zusammenhang zu haben scheinen, verbunden mit einem seltsamen Ton, der sich anhört, als ob jemand eine fremde Sprache mit erhöhter Geschwindigkeit rückwärts abspielt. Erst als Garibaldi nach ihm sieht, kommt Sheridan zur Besinnung und erfährt, dass er beinahe eine halbe Stunde im Konferenzraum zubrachte, an die er sich jedoch nicht erinnern kann.

Auf Babylon 5 trifft zur selben Zeit eine außerirdische Frau namens Dureena Nafeel ein. Zack Allan erklärt ihr, dass auf der Station keine Waffen erlaubt seien – also müsse sie ihm die Waffen geben, die sich mit sich führe oder die Station wieder verlassen. Sie gibt ihm eine Art Messer und wendet sich ab, doch Zack meint, sie solle ihm alle Waffen aushändigen. Dieser Aufforderung folgt sie, und als sie damit fertig ist, liegt auf Zacks Tisch ein große Anzahl verschiedenster Waffen. Nach der Frage, wo die Verlorenen auf der Station hausen und Zack sie auf Sektor Braun verweist, begibt sich die Außerirdische direkt dorthin.

Als Sheridan in seinem Quartier schläft, sieht er einen zerstörten Planeten in seinem Traum, der jedoch kein Traum zu sein scheint. In diesem trifft er auf einen Technomagier namens Galen, der ihn darauf hinweist, dass er einen solchen Planeten im Krieg gegen die Schatten schon einmal gesehen hat. Dieser Planet jedoch, so erklärt der Technomagier, sei erst nach dem Krieg zerstört worden, und zwar von einer Todeswolke der Schatten.

Auch Dureena "erwacht" auf demselben brennenden Planeten, von dem Sheridan geträumt hatte, was sie sichtlich aus der Fassung bringt. Auch sie wird von Galen gewarnt, während er ihr gleichzeitig versichert, dass sie sich zwar nicht auf ihrer eigenen Welt befindet, der dieses Schicksal widerfuhr, dass aber vielen Planeten dasselbe Schicksal drohen werde, wenn man die Drakh nicht stoppen würde.

Später trifft Dureena den Chef der hiesigen Diebesgilde, der auch sie angehört. Nachdem er Dureena auf die Regeln der Diebesgilde aufmerksam gemacht hat, stellt er ihr die Frage, warum sie überhaupt nach Babylon 5 kam, was sie ihm jedoch nicht beantworten kann.

Auf der Excalibur testet Drake unterdessen unter Aufsicht von Sheridan die Waffensysteme des Schiffes. Er zielt auf einen Asteroiden und feuert, was diesen zwar zerstört, Sheridan aber nicht weiter beeindruckt. Ein durchschnittliches White Star-Schiff hätte dies auch geschafft, und er macht deutlich, dass er mächtigere Waffen erwartet habe. Garibaldi meint dazu, dass dies nur ein Test des ersten Levels gewesen sei und befiehlt Drake, einen Test des zweiten Levels vorzubereiten. Drakte wendet dagegen ein, dass es mit den mächtigen Waffen noch Probleme gebe. Diese Waffen würden auf Vorlonentechnik basieren und seien dazu gedacht gewesen, in Schiffen mit deutlich höheren Energiereserven eingesetzt zu werden. Wenn man sie einsetze, so würde das Schiff buchstäblich alle Energie verlieren und dadurch eine gewisse Zeit manövrierunfähig sein. Sie sollten also nur als allerletztes Mittel eingesetzt werden.

Garibaldi macht dies im Moment keine echten Sorgen und er sucht sich einen großen Asteroiden als nächstes Ziel aus. Als der Befehl kommt, zu feuern, wechselt für Sheridans Augen das Ziel das Aussehen – auf einmal sieht er die Erde vor sich. Voller Panik befiehlt er, nicht zu schießen. Alle anderen sehen ihn fragend an. Sheridan sieht noch einmal hin, die Erde ist jedoch nicht mehr zu sehen. Der Test wird fortgesetzt, Sheridan ist jedoch sichtlich verwirrt über das, was sich gerade abgespielt hat. Die Hauptwaffe feuert nun und zerstört den großen Asteroiden. Wie von Drake prophezeit, verliert die Excalibur dabei alle Energie und bemötigt nun etwa eine Minute, um wieder navigieren oder feuern zu können.

Während der Waffentests erscheint Sheridan erneut der Technomagier. Galen erzählt Sheridan nun, während er ihm durch seine Kristallkugel Bilder von Z'ha'dum zeigt, dass die Schatten zwar gegangen, einige ihrer Alliierten jedoch zurück geblieben seien. Manche davon würde er, Sheridan, als Drakh kennen. Die Kristallkugel zeigt nun einen Drakh, und Galen verrät Sheridan, dass die Technomagier die Drakh einige Zeit lang beobachtet hätten. Sie hätten befürchtet, dass die Drakh, die einst anderen Meistern (den Schatten) gedient hätten, sich eines Tages entscheiden könnten, selbst Meister zu sein und das Werk der Schatten fortzuführen. In letzter Zeit gäbe es Gerüchte, dass die Drakh etwas vorbereiteten. Sie scheinen ihre Ressourcen und Waffen zu testen.

Sheridan fragt Galen, wie viel Macht die Drakh wohl haben könnten, nachdem ihre Heimatwelt zerstört sei und die Schatten gegangen seien. Galen meint, genau das sei es, was Sheridan herausfinden müsse. Und Sheridan müsse es sein, weil Galen glaubt, dass die Drakh ihren Krieg mit einem Angriff auf die Erde beginnen würden, da es Menschen (allen voran Sheridan) gewesen seien, die die anderen Welten gegen die Schatten organisiert und zum Sieg geführt hätten. So etwas würde nicht so schnell vergessen...

Sheridan versucht nun, weitere Informationen über die Ressourcen der Drakh zu bekommen, aber Galen hat ihm alles gesagt, was er konnte. Er darf Sheridan nicht mehr erzählen, den Rest muss dieser selbst heraus finden. Er warnt Sheridan noch, niemandem zu sagen, was er tue und warum er das tue und insbesondere, wer ihm das alles erzählt habe. Die Drakh hätten überall Spitzel. Sollten sie herausfinden, dass Galen und die anderen sie beobachten, würden sie zur Tat schreiten, bevor Sheridan Gegenmaßnahmen vorbereiten kann. Galen schließt seine Ausführungen damit, dass, falls Sheridan nicht handle, der Erde das Schicksal von Daltron 7 blühen könnte.

Nach einem Blitz sieht er vier Gesichter in einen der Felsen gemeiselt. Seines, das von Dureena, das eines weiteren Menschen und das eines Drazi. Sheridan schaut in den Himmel und sieht Babylon 5. Er beschließt, als er in die Realität zurückkehrt, mit der Whitestar in Richtung Babylon 5 aufzubrechen. Auf dem Whitestar sitzt Sheridan wenig später im Stuhl des Captains und fertigt Skizzen auf Papier an. Garibaldi erkundigt sich, warum sie es so eilig hätten, nach Babylon 5 zu kommen – Sheridan meint aber, er könne es ihm nicht sagen, weil er nicht wisse, ob er "es" selbst glaube. Er müsse nun herausfinden, ob das, was er denke, der Wahrheit entspricht, und Garibaldi fragt ihn, was sei, wenn "es" nicht so sei. Sheridan bleibt jedoch kryptisch.

Einer dieser Menschen, die Sheridan zeichnet, Leonard Anderson, ist auf der EAS Charon im Stuhl des Captains zu sehen und sieht sehr besorgt aus. Sein erster Offizier teilt ihm gerade seine Bedenken wegen eines plötzlich angeordneten Kurswechsels mit. Ihre letzten Befehle aus der Erdzentrale hätten sie auf eine routinemäßige Sicherheitspatrouille in die Wega-Kolonie geführt, der Captain hatte aber einen Kurswechsel auf Babylon 5 befohlen, ohne das Hauptquartier davon in Kenntnis zu setzen. Anderson meint, sein erster Offizier mache sich zu viele Sorgen und solle sich wieder um seine Arbeit kümmern. Er, Anderson, wisse schon, was er tue – hoffe er jedenfalls.

Auf Babylon 5 trifft sich Elizabeth Lochley mit Sheridan. Sie zeigt sich überrascht, ihn zu sehen, doch Sheridan ahnt, dass Garibaldi sie kontaktiert hatte und zeigt das auch deutlich. Er bittet sie darum, ihm dabei zu helfen, die Leute zu finden, die er gezeichnet hatte. Die Zeichnungen seien möglicherweise nicht exakt, aber doch gut genug für eine Computeranalyse. Lochley fragt, ob Sheridan sicher sei, dass sich diese Leute alle auf der Station befinden, woraufhin Sheridan meint, dass er sich nicht sicher sei – sie seien aber sicher bald alle da. Als Sheridan gegangen ist, fragt eine verwirrte Lochley Garibaldi, ob dieser wisse, was hier vor sich gehe, was dieser verneint.

Auf der Station trifft auch Anderon ein, der sich im Krieg nicht dazu hatte durchringen können, die Seiten zu wechseln, was er rückblickend bedauert. Jetzt jedoch, so spürt er, hat er die Gelegenheit seinen damaligen Fehler wieder gut zu machen. Er sucht Sheridan auf, und gemeinsam warten sie auf den vierten im Bunde, einen Drazi, der jedoch ausbleibt.

Dureena sieht sich Sheridans Zeichnungen an. Eines der Gesichter zeigt eindeutig sie, was sie nicht versteht. Warum gerade diese Gesichter? Sheridan weiß das auch nicht, vermutet aber, dass jeder dieser Leute etwas Einzigartiges zum Gelingen der Mission beitragen könne. Anderson erwähnt nun, dass sie ein Problem haben könnten, da ihre Schiffe nicht ausreichend für einen Kampf gegen eine Macht wie die Drakh gerüstet seien. Sie bräuchten etwas deutlich Größeres als einen Erdzerstörer. Sheridan quittiert das mit einem Lächeln.

An Bord von Andersons Omega-Zerstörer fliegt man zu den beiden neuen Kreuzern der Allianz. An Bord der Victory übernimmt Anderson das Kommando und tritt in Kontakt mit der Excalibur, um Sheridan mitzuteilen, dass sie startbereit sind.

Sheridan befiehlt den Start, bekommt jedoch die Meldung, dass das Schiff noch fest angedockt sei. Sheridan wählt eine unorthodoxe Lösung und schießt sich aus dem Dock frei. Er sagt "Problem gelöst. Kurs auf..." und macht eine Pause, erinnert sich daran, was Galen ihm gesagt hatte, nämlich dass die Erde das gleiche Schicksal ereilen werde wie Daltron 7, wenn er nicht handle. Also setzt er einen Kurs auf Daltron 7 – die Excalibur und die Victory springen in den Hyperraum.

Dort angekommen erkennt man, dass dies der Planet aus Sheridans Träumen ist. Sheridan, Anderson, Dureena und ihre Begleiter suchen nach der Herkunft des Notsignals. Nach kurzer Zeit findet Anderson das Gerät und nachdem er ein wenig Dreck beiseite geschafft hat, entdeckt er auch die Leiche des Drazi. Sheridan vermutet, dass es sich um den Drazi seiner Zeichnungen handelt. Er glaubt, dass sich der Drazi mit ihm treffen wollte, aber vorher abgefangen wurde. Anderson möchte, dass der Leichnam untersucht wird, da der Drazi eine Nachricht hinterlassen haben könnte, in der erklärt wird, was passiert ist.

Auf dem Planeten stellt die Crew Andersons fest, dass der Planet vor nicht länger als einer Woche zerstört wurde, und langsam dämmert Sheridan, dass dieser Waffentest der Drakh nur zum Ziel gehabt haben kann, die Erde anzugreifen, und zwar genau am 5. Jahrestag der Interstellaren Allianz, die sie für die Vernichtung ihrer Heimatwelt Z'ha'dum verantwortlich machen.

Im Sonnensystem schließlich kommt es zur finalen Schlacht der irdischen Streitkräfte gegen die Drakh. Zwar kann man verhindern, dass die Todeswolke gegen die Erde zum Einsatz kommen kann, doch bei ihrer Vernichtung verliert man die Victory. Außerdem gelingt es den Drakh, die Erde mit dem Drakh-Virus zu verseuchen, der in 5 Jahren alles Leben ausgelöscht haben wird. Diese Zeitspanne bleibt der Menschheit, um ein Gegenmittel zu finden.

Die Erde wird unter Quarantäne gestellt, und Sheridan beschließt, die Excalibur, das größte und modernste Schiff der Erdstreitkräfte, auszuschicken, um innerhalb der 5 Jahre im All ein Gegenmittel zu finden. In der Hoffnung, dass der drohende Untergang der Menschheit doch noch abgewendet werden kann.

Hintergrundinformationen

Der Roman zum Film wurde von Robert Sheckley verfasst.

In diesem Film zeichnete erstmals nicht Christopher Franke für die Musik verantwortlich. Stattdessen übernahm diese Aufgabe der junge Komponist Evan H. Chen, der einen völlig anderen, wesentlich mehr an rhythmischen Figuren orientierten Soundtrack schuf. Auch dies half mit, den als Überleitung zur Spinoff-Serie Crusade geplanten Film von den Vorgängern abzugrenzen, obwohl dieser Stilbruch nicht auf uneingeschränkt positive Resonanz traf.


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