Das Schattenschiff

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Das Schattenschiff
Hilfe siehe Episoden-Infobox
Episodennummer: 3.01
Produktionsnummer: 301
Deutscher Titel: Das Schattenschiff
Englischer Titel: Matters of honor
Erstausstrahlung in Deutschland: 22.9.1996
Erstausstrahlung in den USA: 7.11.1995
Drehbuch: Joseph Michael Straczynski
Regie: Kevin G. Cremin
Darsteller:
Tucker Smallwood (David Endawi)
Ed Wasser (Morden)
Nils Allen Stewart (grosser Mann)
Kitty Swink (Senatorin)
Andrew Walker (PSI-Cop)
Jonathan Chapman (Drazi-Pilot)

Inhaltsverzeichnis


Das Schattenschiff ist die erste Episode der dritten Staffel der Fernsehserie Babylon 5.

Handlung

Die Reparaturen der durch einen Anschlag zerstörten Shuttle-Röhre (siehe Ein Pakt mit dem Teufel) geht voran.

Unterdessen trifft Captain Sheridan im Garten auf Botschafter Kosh. Er möchte sich bei ihm bedanken, daß Kosh sein Leben gerettet hat. Als Sheridan fragt, warum er dieses Risiko und die Tatsache, daß seine "reale" Gestalt gesehen wurde, in Kauf nahm, antwortet dieser nur: "Es war notwendig." Darauf Sheridan: "Ja, das ist eine Antwort, auf den Punkt gebracht und ohne Aussage - genau das, was man von einem Vorlonen erwartet." Dieser erwidert nur "Gut." und wendet sich ab. Als Sheridan bezweifelt, daß es immer noch der selbe Kosh sei, sagt antwortet dieser "Ich bin schon immer hier gewesen - sie auch." und geht.

Unterdessen gibt es im Orbit eines Planeten, auf dem eine Basis der Ranger ist, ein Gefecht. Eine unbekannte Macht hat eine Blockade errichtet und will die Rettung der Ranger verhindern. Einer der Ranger, ein Mensch namens Marcus Cole, kann mit einem beschädigten Gleiter entkommen und setzt im Hyperraum Kurs auf Babylon 5. Leider wird seine Energie knapp und so schaltet er das Lebenserhaltungssystem ab.

Auf Babylon 5 warten Sheridan und Commander Ivanova auf die Ankunft eines wichtigen und seltsamen Gastes - David Endawi vom Geheimdienst der Erdstreitkräfte. Zusammen mit Botschafterin Delenn führen sie eine Unterredung. Vor einigen Monaten hatte Lieutenant Keffer Kontakt mit den Schiffen einer unbekannten Rasse (siehe Rettet die Cortez!). Da niemand etwas darüber weiß und das Schiff nach ersten Analysen sehr groß, stark und mächtig ist, forscht die Erdregierung nun nach. Leider kann niemand die Frage beantworten. Als Endawi gegangen ist, informiert Delenn Sheridan darüber, daß diese Rasse die Schatten seien, von denen sie erzählt habe. Doch niemand dürfe wissen, daß sie sie kennen, denn sonst kehren sie mit der Finsternis zurück, bevor man sich vorbereiten könne.

Londo Mollari sitzt auf dem Zocalo an der Bar, als Mr. Morden auftaucht, der "Vertreter" der Schatten. Londo will die Partnerschaft der Centauri mit "Mordens Verbündeten" beenden. Als Mordens Überredung scheitert, geht er, will jedoch am Abend - nach einem Gespräch mit seinen "Partnern" - ein Schlußabrechnung mit Londo machen.

Als Mr. Endawi mit Londo über das fremde Schiff spricht, erzählt dieser von seinem Traum: er steht auf Centauri Prime und schaut zum Himmel. "Es fliegen Schiffe vorbei, ganz schnell - erst wenige, dann immer mehr, es sind hunderte, tausende, so viele, daß sie die Sonne verdunkeln. Der Anblick ist entsetzlich, furchteinflößend. Es sind Schiffe wie diese." (siehe Schatten am Horizont)

Im Korridor wird Delenn von Lennier angesprochen. Er gibt ihr etwas: das Amulett eines Rangers. Gemeinsam begeben sie sich in eine Bar der untersten Ebene. Sie treffen auf Marcus. Gemeinsam wollen sie sich an einen ruhigeren Ort begeben, doch unterwegs treffen sie auf die "Schläger" eines der Unterweltbosse. Es kommt zum Kampf, den Marcus und Lennier jedoch gewinnen können.

Delenn, Sheridan und Michael Garibaldi wollen Susan Ivanova in alles einweihen, die jedoch alles erklärt und hinzufügt: "Wenn ich nicht mehr weiß, was auf dieser Station passiert, können sie mich versetzen." Marcus erklärt die Ereignisse: Auf Zagros 7, einer Kolonie der Drazi, auf der die Ranger ein Ausbildungslager haben, haben die Centauri den Orbit vermint und unbekannte Schiffe patrouillieren in der Umgebung. Nun soll diese Blockade gebrochen und die Ranger gerettet werden. Da die Crew befürchtet, andere würden von der Sache Wind bekommen, wird eine Verhinderungsmöglichkeit geplant. Marcus bietet ein Schiff an ohne daß Spuren zur B5-Crew gefunden werden könnten. Ivanova soll ein Shuttle besorgen und dessen Flugroute manipulieren und Garibaldi während der Abwesenheit von Sheridan, Ivanova und Delenn den Gesandten Mr. Endawi davon ablenken und hinhalten. Als das geregelt ist, fordert Sheridan mit einigen wichtigen Worten den Aufbruch: "Wir werden jetzt allen mal zeigen, daß wir da sind ..."

Im Quartier von Londo ist unterdessen Mr. Morden eingetroffen. Er hat eine von seinen "Partnern", den Schatten, bearbeitet Sternkarte mitgebracht, die er jetzt in den Raum projeziert. Dabei fällt etwa ein Viertel der Karte den Centauri zu, während den Rest die Schatten für sich beanspruchen. Beide sind damit einverstanden, als Morden etwas einfällt: an einer Welt am Rande des Centauri-Gebietes sind die Schatten interessiert. Morden hat Londo's Erzfeind Lord Refa gebeten, sie sichern zu lassen - sehr zum Erstaunen von Londo. Refa hat Interesse angemeldet, die Ex-Partnerschaft von Londo mit den Schatten fortzuführen. Und die Welt ist Zagros 7. Morden fordert Londo auf, die Minen um diese Welt weiter kreisen zu lassen, die Schiffe aber zurückzuziehen, da niemand im Sektor sein soll, wenn die Schiffe von Morden's "Partnern" die Welt besetzen ...

Die "Einsatzgruppe" von Sheridan, Ivanova, Delenn, Lennier und Marcus erreicht unterdessen ihr Ziel. Als Ivanova fragt, was sie außerhalb des Hyperraumes erwartet, antwortet Marcus: "Ein Neubeginn!" Als sie das Sprungtor passieren, stoßen sie auf einen bisher unbekannten Raumkreuzer. Alle sehen ihn gebannt an und Sheridan drückt die Meinung aller aus: "Er ist wunderschön." Marcus sagt darauf: "Sein Name ist 'Weißer Stern' - er gehört ihnen, Captain."

Mr. Endawi ist unterdessen empört, daß Sheridan und Ivanova nicht erreichbar sind. Endawi meint, Garibaldi müsse es doch wissen, worauf dieser erwidert: "Ich wäre kein guter Sicherheitschef, wenn ich Leute wie mich über Dinge informieren würde, die ich nicht wissen darf. Ich weiß, was ich weiß, weil ich es wissen muß und wenn ich etwas nicht wissen muß lasse ich es mir nicht von mir sagen, auch nicht von jemand anderem." Dann lenkt er ab: Endawi hat mit jedem Botschafter außer G'Kar. Endawi antwortet darauf, daß er ohne Einwilligung der Centauri durch den Nicht-Angriffs-Pakt mit diesen keine Gespräche mit Narn führen darf. Darauf meint Garibaldi, Endawi solle mit G'Kar inoffiziell reden und er verspricht, "daß der Sicherheitschef darüber keine Meldung macht." Endawi erwidert darauf: "Weil sie sich nicht selbst darüber informieren dürfen?" Worauf Garibaldi antwortet: "Ich mische mich nie in mein Leben ein - bringt nur Probleme." Mr. Endawi schüttelt leicht verwirrt den Kopf und merkt an, was für eine merkwürdige Station dies doch sei, worauf sich Garibaldi bedankt.

Delenn, die die White Star offenbar schon kennt, führt die anderen durch das Schiff. Sie erläutert, daß es ein neuer Schiffstyp ist, der kleiner aber schneller als alle Minbari-Schiffe ist und durch den Gravitationsantrieb ein eigenes Raumfenster öffnen kann. Zudem wurde es zusammen mit den Vorlonen gebaut und enthält einiges ihrer Technik. Das Schiff kann zudem den Minbari nicht zugeordnet werden und da kaum jemand eingeweiht ist - selbst nicht der Graue Rat - konnte der Bau bisher weitgehend geheim gehalten werden. Als sie die Brücke betreten, merkt Delenn an, daß durch vermehrte Schwierigkeiten mit der Kriegerkaste nur Mitglieder der religiösen Kaste der Minbari auf dem Schiff Dienst tun. Lennier fügt hinzu, daß die Mitglieder der Crew nicht die Sprache der Menschen können und er daher alle Befehle übersetzen wird. Kurz darauf startet die White Star mit Richtung Zagros 7 ...

Mr. Endawi spricht inzwischen mit Botschafter G'Kar in dessen Quartier. Dieser murmelt: "Es ist soweit." und blättert in seinem Buch des G'Quan. Auf einer Seite ist eine Zeichnung eines Schattenschiffes. G'Kar beginnt Endawi sein Wissen zu erzählen: Vor über 1000 Jahren kamen die Schatten nach Narn, lange bevor die Narn die Raumfahrt entwickelten. Sie errichteten auf dem Südkontinent eine Basis. Da sie kein Interesse an den Narn zeigten, vermutete G'Quan, sie wären außerhalb ihrer Galaxis in einen Krieg verwickelt, sich jedoch nach einiger Zeit zurückgezogen. Endawi versteht nicht, warum die Schatten erst jetzt nach 1000 Jahren zurückkehren, daraufhin erwidert G'Kar, es gibt für alle Dinge die richtige Zeit. Und die scheint gekommen zu sein ...

Die White Star erreicht das Sprungtor von Zagros 7. Die Crew wundert sich, daß im Orbit keine Centauri-Schiffe sind, beginnt jedoch mit der Zerstörung der Minen. Dabei ist Sheridan sehr erstaunt über die Fähigkeiten des Kreuzers. Kurz bevor genügend Minen zerstört wurden, wird eine Turbulenz geortet - ein Schattenschiff. Man kann gerade noch rechtzeitig die fehlenden Minen zerstören und die Rangers fliehen lassen, bevor der Rückzug angetreten werden muß. Dabei benutzt Sheridan das Sprungtor, um den Gegner nicht über die Fähigkeiten des Sprungantriebes zu informieren. Dieser vermeidet es derweil, die White Star zu treffen und verfolgt sie. Sheridan vermutet, die Schatten können den Kreuzer nicht identifizieren und wollen so herausfinden, woher er kommt. Im Hyperraum schließt das Schattenschiff immer mehr zur White Star auf. Sheridan entwickelt unterdessen einen Plan: im Sektor 45, der den Markab vor ihrem Aussterben gehörte (siehe Das Ende der Markab), will man im Sprungtor ein Sprungfenster öffnen. Die Erde hatte im Erd-Minbari-Krieg damit unter dem Namen Kahlkopf-Manöver experimentiert und herausgefunden, daß dabei unbeherrschbare Energien entstehen. Nun hofft Sheridan, dieser Explosionsenergie entfliehen zu können und dabei das Schattenschiff zu zerstören. Gesagt, getan - als die White Star im Sprungtor ein Sprungfenster öffnet, kommt es zur Explosion. Dabei wird auch das Schattenschiff in Stücke gerissen. Die White Star wird von der Explosionsenergie durchgeschüttelt, kommt jedoch relativ unbeschädigt davon.

Als die Crew auf die Station zurückkehrt, trifft man dort auf einen recht empörten Mr. Endawi, der wissen will, warum und wohin sie verschwunden waren und warum sie das Fluglogbuch manipuliert hätten. Als Sheridan ansetzen will mir einer Erklärung, springt Delenn in die Bresche. Sie antwortet Endawi, daß man einem Minbari-Diplomaten mit seinem defekten Gleiter geholfen habe und die Minbari-Regierung darauf bestand, dies geheimzuhalten.

Endawi, der kurz darauf zum Genfer Erd-Allianz-Hauptquartier zurückgekehrt ist, legt dort einer Senatorin seinen Bericht vor. Dieser enthält neben der "Geschichte" von G'Kar die Information, daß niemand etwas über die Schatten wisse. Als Endawi gegangen ist, betritt ein PSI-Cop in Begleitung von Mr. Morden den Raum. Er hat das Gespräch mitgehört und ist sehr erfreut darüber. Er meint, der Vorfall könne zu den Akten gelegt werden. Der PSI-Cop widerspricht und meint, eine potentielle Bedrohung der Erde durch eine öffentlich unbekannte außerirdische Macht könne zur Beschleunigung ihres Projektes benutzt werden ...

Auf der Station findet unterdessen eine Krisensitzung statt. Da höchsten Sheridan, Ivanova und Delenn, eventuell noch Garibaldi Einblicke in die Geschehnisse im All haben, soll diese Situation nun unbedingt geändert werden. Sheridan gründet eine Kriegsrat, der aus der ganzen Crew (einschließlich Stephen Franklin und Marcus), den Rangers auf der Station und potentiellen weiteren Helfern bestehen soll und für einen uneingeschränkten Austausch von Informationen und Meinung dienen wird ...

Hintergrundinformationen

Der Handlungsbogen um den Schattenkrieg kommt reichlich in Gang, und man erfährt in dieser Folge so einiges, z.B. über die Verflechtungen seitens der Erdregierung und des PSI-Corps mit den Schatten via Mr. Morden.

Tucker Smallwood spielt den Ermittler David Endawi und ist einer von den Schauspielern, die man wirklich überall sieht: in diesem Fall z.B. bei Akte X, Star Trek: Voyager, Space: Above and Beyond, Seven Days, Millennium, Deep Impact, Contact usw. usw. Am bekanntesten dürfte er wohl im SF-Genre als Commodore Glen Van Ross bei "Space: Above and Beyond" sein.

Jason Carter alias Ranger Marcus Cole hat seinen ersten Auftritt als wiederkehrender Charakter. Einer der Gründe, die für Jason Carter sprachen, war sein gepflegtes britisches Englisch, welches JMS offensichtlich nicht dem amerikanischen Zuschauer vorenthalten wollte. Es gab da aber wohl noch andere Gründe von JMS: "Es war vorhersehbar, dass ich jemanden mit vollem langem Haar in die Serie hole... seitdem ich jedesmal, wenn ich in den Spiegel schaue, mehr und mehr feststelle, dass, soweit es mich betrifft, langes volles Haar für mich ein auf ewig unerreichbares Konzept der Science Fiction bleiben wird..."


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Episodenlisten
1. Staffel 2. Staffel 3. Staffel 4. Staffel 5. Staffel Fernsehfilme Crusade
Episodenübersicht 3. Staffel
3.01 Das Schattenschiff, 3.02 Bombenterror, 3.03 24 Stunden bis zum Ende, 3.04 Die Schrift aus Blut, 3.05 Der Beweis, 3.06 Der Selbstversuch, 3.07 Die Hüter des Wissens, 3.08 Das Netz der Lügen, 3.09 Kriegsrecht, 3.10 Die Strafaktion, 3.11 Ein neuer Anfang, 3.12 Eine wahre Centauri, 3.13 Schmerzen der Erinnerung, 3.14 Der Feind meines Feindes, 3.15 Zeit des Abschieds, 3.16 Ranger Eins, 3.17 Tausend Jahre durch die Zeit, 3.18 Die Schlacht der Telepathen, 3.19 Das Rätsel von Grau 17, 3.20 Tod eines Intriganten, 3.21 Der große Schlag, 3.22 Der Alleingang

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