Jeffrey Sinclair

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Jeffrey David Sinclair
Hilfe siehe Charakter-Infobox
Jeffrey David Sinclair
Geburtsdatum: 3. Mai 2218
Geburtsort: Mars
Volk: Menschen
Darsteller: Michael O'Hare
Synchronsprecher: Bernd Vollbrecht

Jeffrey David Sinclair war der erste Kommandant der Raumstation Babylon 5 und später der erste Botschafter der Erd-Allianz auf Minbar.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Kindheit und Jugend

Sinclair wird am 3. Mai 2218 auf dem Mars geboren. Er entstammt einer langen Linie von Kampfpiloten, die bis zum Zweiten Weltkrieg zurückreicht. Sein Vater bringt ihm vieles von dem bei, was er weiß. Dieser war einer der Kampfpiloten während des Dilgar-Krieges und bei der Rückeroberung von Balus dabei. Später erzählt er seinem Sohn Jeffrey, dass er niemals vergessen konnte, was er gesehen hatte.

Sinclair wird als gläubiger Katholik erzogen und verbringt viele Jahre bei den Jesuiten, wo er lernt, dass der Morgen der beste Teil des Tages ist. Jeden Morgen um fünf Uhr besucht er die Sonnenaufgangsmesse.

Frühe Karriere

Im Jahr 2237 tritt er den Erdstreitkräften bei. 2240 wird auch er wie seine Vorfahren ein Kampfpilot und benötigt nur ein Jahr, um das Kommando über sein eigenes Geschwader zu erhalten. Man sagt über ihn, er würde mit Sicherheit eines Tages Admiral werden (siehe auch Gefangen im Cybernetz). In dieser Zeit lernt er auch Catherine Sakai kennen. Die beiden verlieben sich. Die Beziehung geht mehrmals in die Brüche, wird aber immer wieder neu begonnen, wenn die beiden sich treffen.

Der Erd-Minbari-Krieg

Sinclair kämpft im Erd-Minbari-Krieg an vorderster Front. Als die Erd-Allianz kurz vor einer Niederlage steht, werden alle verbliebenen Kräfte gesammelt, um es wenigstens einigen Zivilisten noch zu ermöglichen, die Erde zu verlassen. Im letzten Kampf, dem Battle of the Line, muß Sinclair mit ansehen, wie beinahe sein gesamtes Geschwader binnen weniger Minuten vom Himmel gefegt wird. Sein eigener Kampfflieger wird beschädigt. Als er vor sich einen der riesigen Minbari-Zerstörer auftauchen sieht, aktiviert er seinen Nachbrenner und will ihn frontal rammen, um wenigstens einige wenige Gegner mit in den Tod zu nehmen. Beim Anflug wird er jedoch ohnmächtig. Er erwacht gefesselt an Bord des Kreuzers. Die Minbari foltern ihn und halten ein merkwürdig aussehendes Gerät vor seine Brust, das hell aufleuchtet. Als er dann wieder zu sich kommt, ist der Krieg vorbei und die Minbari haben sich ergeben. An die letzten 24 Stunden des Krieges und die Tatsache, dass er an Bord des Minbari-Schiffes gewesen ist, kann er sich jedoch bis 2258 nicht erinnern.

Sinclair überzeugt sich in den folgenden Jahren selbst davon, dass er einfach nur ohnmächtig geworden ist. Gleichzeitig muß er aber gegen starke Haßgefühle ankämpfen.

Wieder auf dem Mars

2255 wird er wieder auf den Mars beordert, um dort einige Nachforschungen anzustellen. Da frühere Missionen nichts ergeben haben, beschließt er, ein ziviles Shuttle für die Mission zu mieten, um der Möglichkeit einer undichten Stelle zu entgehen. Sein Pilot bei diesem Flug ist Michael Alfredo Garibaldi. Am fünften Tag zwingt eine Fehlfunktion die beiden zu einer Notlandung in der marsianischen Wüste. Die beiden müssen sich fünfzig Meilen weit durch das unwirtliche Gelände kämpfen. Während dieses Gewaltmarsches entdecken sie ein riesiges, spinnenähnliches Raumschiff, das dabei ist, ein zweites gleichartiges aus dem Boden zu graben, und werden Zeuge einer geheimen Operation des PSI-Corps. Als später die Erdstreitkräfte an den angegebenen Orten suchen, finden sie keine Hinweise auf irgendeine geheime Operation.

Zu dieser Zeit trifft Sinclair auch auf Laurel Takashima, die mit allen Mitteln gegen die korrupten Vorgesetzten auf dem Mars kämpft, und überzeugt sie davon, dass sie im Einklang mit den Regeln kämpfen sollte, dann würde er für eine Beförderung sorgen. Er hält das Versprechen. Als ihm 2257 das Kommando über Babylon 5 übertragen wird, läßt er sie als einen ersten Offizier ebenfalls zur Station versetzen.

Auf Babylon 5

Was Sinclair zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß: hauptverantwortlich für seine Versetzung auf die Station sind die Minbari, die ihn im Auge behalten wollen. Sie wollen vor allem verhindern, dass Sinclair die Erinnerung an die fehlenden Stunden seines Lebens zurückerhält. Mit dem Antritt dieses Postens holt er auch seinen Freund Garibaldi als Sicherheitschef an Bord. Als 2257 der Vorlonen-Botschafter Kosh Naranek auf die Station kommt, wird er in ein Komplott hineingezogen, mit dem ein Minbari, ein Mitglied der Kriegerkaste ihn diskreditieren will. Als ein Attentat auf Kosh verübt wird, gerät er unter Verdacht. Letzten Endes kann er die Vorwürfe zwar entkräften, aber kur vor seinem Tod erklärt der Minbari-Attentäter: "Du hast ein Loch in deinem Gedächtnis!" und verrät damit profundes Wissen über ihn. Sinclair beschließt nun doch, seiner Vergangenheit auf den Grund zu gehen (siehe Die Zusammenkunft). Kurz nach diesem Zwischenfall trennt er sich auch von seiner Kurzzeit-Geliebten Carolyn Sykes. Wenig später werden auch Doktor Benjamin Kyle und Laurel Takashima auf die Erde zurückberufen und durch Doktor Stephen Franklin und Susan Ivanova ersetzt.

Als 2258 ein unbekanntes und stark beschädigtes Raumschiff die Station erreicht, entpuppt sich der Insasse als Seelenjäger, der versucht, Botschafterin Delenn zu ermorden, um an ihre Seele zu gelangen. Sinclair kann sie zu retten. Dabei macht der Seelenjäger jedoch merkwürdige Andeutungen. "Sie ist eine Satai", erklärt er Sinclair. Und: "Sie haben dich benutzt." Dies macht seine Vergangenheit für Sinclair nur noch rätselhafter (siehe Der Seelenjäger).

Im selben Jahr kommt auch Catherine Sakai aus geschäftlichen Gründen auf die Station. Die beiden treffen sich und geraten bald wieder in die alten Muster ihrer Beziehung. Aufgrund der vergangenen Zeit und der gewonnenen Reife halten es beide jedoch für möglich, dass es diesmal klappen könnte (siehe Die Macht des Geistes).

Ein Teil seiner Erinnerungen an den Battle of the Line kehrt schließlich dank zweier Undercover-Agenten wieder zurück, die ihn entführen und an ein Virtuelles Cybernetz anschließen. Die beiden haben eigentlich das Ziel, eine Kollaboration zwischen Soldaten der Erdstreitkräfte und den Minbari nachzuweisen. Dieser Plan mißlingt, und Sinclair wird befreit. Er kann sich jedoch endlich zumindest bruchstückhaft an die entscheidende Schlacht erinnern. Unter anderem kann er eine Verbindung zu den Worten des Seelenjägers herstellen, da er sich der Anwesenheit Delenn an Bord des Minbari-Kreuzers entsinnen kann (siehe Gefangen im Cybernetz).

Zu Sinclairs wiedergewonnenen Erinnerungen an den Battle of the Line

siehe Hauptartikel Gefangen im Cybernetz

Als es zu einem Dockarbeiter-Streik an Bord der Station kommt, beweist Sinclair großes Verhandlungsgeschick und Weisheit. Die Erdzentrale entsendet den Spezialisten Orin Zento nach Babylon 5, der schließlich keine andere Möglichkeit mehr sieht, als den Notstandserlass in Kraft zu setzen. Sinclair, der mit den Dockarbeitern sympathisiert, findet so eine Lücke in den Vorschriften und kann 1,2 Millionen Krediteinheiten aus dem Verteidigungshaushalt der Station abzweigen, um den Dockarbeitern so dringend notwendige Reparaturen und Neueinstellungen zu ermöglichen (siehe Mit allen Mitteln).

Die Centauri-Seherhin Lady Ladira offenbart ihm eines Tages eine Vision einer möglichen Zukunft, in der Babylon 5 zerstört wird (siehe Visionen des Schreckens).

Seine Freundschaft mit Susan Ivanova wird deutlich, als Rabbi Koslov auf die Station kommt, um mit Susan endlich den Tod ihres Vaters nach jüdischer Tradition zu betrauern und shiva zu sitzen. Susan weigert sich zuerst. Aber Sinclair gelingt es, ihr klarzumachen, dass sie sich mit dem Tod ihres Vaters auseinandersetzen muss. Bei der Feier steht er ihr als guter Freund bei (siehe Im Ring des Blutes).

Sinclair wird wieder mit Vorwürfen rund um seine Loyalität konfrontiert, als der Offizier Ari Ben Zayn und sein Gehilfe Harriman Gray an Bord kommen. Bald findet sich die Crew der Station in einem Strudel aus Vorwürfen und Verleumdungen wieder, ehe Sinclair erkennt, dass Ben Zayn nur aus Rache handelt. Dieser hatte sich einst für das Kommando von Babylon 5 beworben, war aber abgelehnt worden. Sinclair kann seinen Rachefeldzug schließlich beenden (siehe Die Untersuchung).

Wieder auf subtile Weise mit seiner Vergangenheit konfrontiert wird er, als die Minbari den Leichnam des Kriegshelden Branmer auf die Station bringen, damit die Minbari zeremoniell Abschied von ihm nehmen können. Als der Leichnam verschwindet, droht die Situation zu eskalieren, ehe Sinclair Branmers Leiche wiederfinden kann. Neroon erklärt ihm schließlich: "Sie sprechen wie ein Minbari, Commander." (siehe Krieger wider Willen).

Nachdem man von Babylon 5 aus mehrere Erdbeben auf dem Planeten in der Nähe, Epsilon 3, festgestellt hat, entdecken Sinclair und Ivanova tief unter der Oberfläche des Planeten eine riesenhafte Maschine, die von einem mysteriösen, im Sterben liegenden Außerirdischen namens Varn gesteuert wird. Der Angriff eines außerirdischen Schiffes, das Anspruch auf den Planeten erhebt, kann abgewehrt werden, und Varn wird durch Delenns alten Freund Draal ersetzt (siehe Angriff der Aliens).

Ende des Jahres wird Sinclair schließlich in rätselhafte Ereignisse hineingezogen, als die Raumstation Babylon 4 plötzlich wieder auftaucht. Sinclair und ein Rettungsteam machen sich zur Station auf, um die Crew zu retten. Dabei treffen sie auf einen merkwürdigen Außerirdischen namens Zathras und eine mysteriöse Gestalt in einem blauen Raumanzug, die von Zathras "Der Eine" genannt wird. Eigenartigerweise jedoch reagiert Zathras äußerst merkwürdig auf Sinclair erscheinen. Als sie sich zum ersten Mal begegnen, springt Zathras auf und sagt nach einigem Zögern: "Nein, du bist es nicht, du bist nicht der Eine." Sinclair kann sich zunächst keinen Reim auf diese Ereignisse machen (siehe Verloren in der Zeit).

Im Dezember 2258 kommt Catherine Sakai wieder auf die Station, und Sinclair hält um ihre Hand an, was sie freudig akzeptiert. Gleichzeitig bittet ihn Delenn um eine wichtige Unterredung. Sinclair wird jedoch in Ereignisse größerer Tragweite hineingezogen, als Garibaldi einer Verschwörung auf die Spur kommt, die den Tod des Präsidenten der Erd-Allianz, Luis Santiago, zum Ziel hat. Garibaldi wird niedergeschossen, der Präsident kommt bei einem Attentat nahe der Transferstation Io ums Leben. Als er sich schließlich an Delenns Bitte erinnert, kommt er jedoch zu spät - die Botschafterin hat sich mittlerweile in einen Kokon eingesponnen (siehe Chrysalis).

Botschafter auf Minbar

Zum Jahreswechsel 2258/2259 wird er überraschend als erster permanenter menschlicher Botschafter nach Minbar versetzt (siehe Die Feuerprobe). Dort wird er endlich in die wahren Hintergründe der Kapitulation der Minbari eingeweiht. Er erfährt zu seiner Überraschung, dass er die Seele eines Minbari in sich trägt, dass er sogar jene des größten Führers der Minbari besitzt: die Seele von Valen. Er übernimmt daraufhin als Entil'zha die Führung der Ranger und baut sie nach und nach zu einer ansehnlichen Streitmacht auf. Manchmal nimmt er auch noch Kontakt zu Garibaldi auf und beobachtet das Geschehen auf Babylon 5, wo Captain John Sheridan sein Nachfolger wird.

Die Erfüllung seines Schicksals

Mitte des Jahres 2260 wird ihm auf Minbar von seinem Assistenten Rathenn ein Brief überbracht. Diesen Brief soll Sinclair an genau diesem Zeitpunkt und an diesem Ort öffnen. Als er dies tut, findet er darin ein Schriftstück, das in seiner eigenen Handschrift verfaßt ist. Der Brief, der tausend Jahre alt ist, stammt jedoch von Valen. In ihm ist sein weiteres Schicksal vorgezeichnet.

Er kehrt nach Babylon 5 zurück, um dieses Schicksal zu erfüllen. Die Große Maschine auf Epsilon 3 hat inzwischen die Zeitverwerfung in Sektor 14 verstärkt, um die Mission zu ermöglichen. Er bricht zusammen mit Sheridan, Delenn und Ivanova an Bord der White Star auf und reist durch die Zeit zurück in das Jahr 2254. Dort finden sie die gerade in Betrieb genommene Station Babylon 4 vor und wehren einen Angriff von Helfern der Schatten ab, die ebenfalls die Bedeutung der Station erkannt haben. Danach bereiten sie Babylon 4 für ihre Reise durch die Zeit vor. Bei einem ersten Test der Zeitstabilisatoren geht etwas schief, und sie reisen ins Jahr 2258. Dabei altert Sinclair jedoch um 20 Jahre.

Dann jedoch ist das Werk geschafft. Obwohl Marcus Cole sich freiwillig meldet, erklärt Sinclair ihm, dass er selbst die Station in die Vergangenheit bringen müsse, da er es schon immer getan habe. Der Rest solle nach Babylon 5 zurückehren. Sinclair beobachtet noch die andere Seite der Ereignisse von 2258 und sieht die von ihm und Garibaldi angeführte Flotte, mit der sie einst die Besatzung der Station evakuiert hatten. Seine Warnung an den abfliegenden Garibaldi, er solle auf sich aufpassen (im Original "Watch your back, Michael. Watch your back.") verhallt ungehört. Dann beginnt Sinclair seine Reise durch die Zeit.

Während er tausend Jahre in die Vergangenheit reist, baut er die Chrysalis-Maschine auf und verwandelt sich in einen Mensch-Minbari-Hybriden. Als er in der Vergangenheit ankommt, tritt er an der Seite mehrerer Vorlonen den eintreffenden Minbari gegenüber und stellt sich vor: "Mein Name ist Valen, und ich bringe euch diese Station als Geschenk." (siehe Ranger eins und Tausend Jahre durch die Zeit).

Mit Hilfe der von Babylon 4 gelingt es, die Schatten zurückzuschlagen, und Valen macht sich daran, die Gesellschaft der Minbari neu aufzubauen.


siehe Hauptartikel Valen

Zitate

  • Zu Ben Zayn: "Was haben Sie während des Krieges gemacht, Colonel. In Mülltonnen herumgeschnüffelt, um herauszufinden, wer loyal ist und wer nicht?"
  • Sinclair: "Derzeit spielen schon genug Leute mit meinem Hirn herum." (beides aus: Die Untersuchung)
  • Sinclair zu Catherine Sakai: "Nichts ist mehr so, wie es war. " (aus: Chrysalis)

Persönliches

Sinclair hatte im Lauf der Zeit mehrere Beziehungen, darunter zu Carolyn Sykes und Catherine Sakai. Letztere wird Ende 2258 seine Frau.

Sein Lieblingsschriftsteller ist Alfred Lord Tennyson. Insbesondere das Gedicht Ulysses hat es ihm so sehr angetan, dass er es nach seiner Berufung zum Botschafter auf Minbar seinem Nachfolger John Sheridan auf seinem Schreibtisch hinterläßt.

Sinclair reagiert gereizt, wenn er zu wenig Schlaf bekommt. Er trinkt seinen Kaffee mit Milch und zwei Stück Zucker.

Sinclair benutzt die rechte Hand, um den Reißverschluß seiner Hose zu schließen (im englischen Original: "first fasten, then zip my trousers" - er schließt also zuerst den Knopf, dann den Reißverschluß).

Persönliche Werkzeuge